28.08.2014

Willkommenskultur notwendig

Das Kapital einer Region sind ihre Menschen. Dieser Satz mag in den Sonntagsreden von Politikern häufig vorkommen, ist aber zutreffend. Besonders Thüringen ist auf frische Arbeitskräfte von Außen angewiesen.

In einem offenen Brief haben sich die Leiter führender thüringischer Unternehmen für eine neue Willkommenskultur ausgesprochen, die Menschen aus anderen Teilen der Bundesrepublik und dem Ausland integriert und nicht ausschließt. Prof. Dr. Frank ist einer der Unterzeichner. Ein Interview mit Klaus Frank lief am 18. August 2014 auf Radio SRB. Im Gespräch äußerte sich Frank zum Ist-Zustand einer mangelnden Willkommenskultur und sprach von den Rahmenbedingungen, die sich bessern müssten. Die Vorteile, qualifizierte Menschen von jenseits der thüringischen Landesgrenzen zu rekrutieren, liegen auf der Hand. Gute Mitarbeiter bedeuten steigende Umsätze und damit Mehreinnahmen für die Öffentliche Hand über Steuern.
Bis es aber soweit ist, müssten allerdings Defizite in der Integration abgebaut werden. Dr. Frank, der sich auf der ganzen Welt zu Hause fühlt, hatte selbst fünf Jahre benötigt, bis er das Gefühl hatte, in der Gegend am Saalebogen willkommen zu sein. Toleranz und Weltoffenheit aber lassen sich lernen, so der optimistische Ausblick des Geschäftsführers von Dr Frank Innovation. Hilfreich sei es, die Perspektive zu wechseln. Wer selbst eine Zeit in der Rolle des Fremden gelebt hat, dem falle es leichter, die Bedürfnisse der Zugereisten zu verstehen und sie zu unterstützen.

Die Veranstaltung „Willkommenskultur“ findet am Mi., 24.09.14 15:00 - 18:00 in Rudolstadt auf dem Markt (bei Regen: Stadthaus Krug) statt. Wer das Interview im Wortlaut hören möchte, findet die Sounddatei hier.Den Aufruf der Thüringer Wirtschaftsführer finden Sie hier